top of page

EUROPÄISCHE UMFRAGE ZUR DIGITALEN BARRIEREFREIHEIT 2025

Die meisten Nutzer:innen stoßen auf digitale Barrieren.
Viele von ihnen gehen einfach wieder.

Wir haben 6.599 Menschen in Italien, Deutschland, Österreich, Frankreich und dem Vereinigten Königreich gefragt, was sie beim Online-Shopping, Online-Banking oder bei der Nutzung digitaler Behördendienste behindert hat und was sie danach getan haben.

73,1 %

der Europäer:innen stoßen regelmäßig auf digitale Barrieren beim Online-Shopping, Online-Banking oder bei der Nutzung digitaler Behördendienste.

68,4 %

haben mindestens einen digitalen Vorgang wegen einer Barriere abgebrochen.

6.599

befragte Personen, erhoben von fünf lokalen Forschungsinstituten mit jeweils eigenem repräsentativem Panel.

5

Märkte: Italien, Deutschland, Österreich, Frankreich und das Vereinigte Königreich.

ABBRUCHQUOTE NACH MARKT

Die Abbruchquote unterscheidet sich von Markt zu Markt

Zwischen Italien und Frankreich liegen 26 Prozentpunkte. Ein einzelner europäischer Durchschnittswert würde diesen Unterschied vollständig verdecken.

Italien

84 %

Stichprobe 1.030, YouGov.

Deutschland

80,7 %

Stichprobe 2.500, Civey.

Österreich

78,6 %

Stichprobe 1.057, Marketagent.

Frankreich

58 %

Stichprobe 1.012, Opinea.

Abbruchquote: Anteil der Befragten, die einen digitalen Vorgang wegen einer Barriere abgebrochen haben. Ein eigenständiger Wert, unabhängig von der Häufigkeit des Barriere-Kontakts. Accessiway European Digital Accessibility Survey, 2025.

HÄUFIGSTE DIGITALE BARRIEREN

Die gemeldeten Barrieren sind ganz alltäglich

Aufdringliche Werbung. Langsame Seiten. Eine Navigation ohne klare Struktur. Layouts, die nicht aufs Smartphone passen. Nichts davon ist ein Einzelfall.

Italien

Aufdringliche Werbung und Pop-ups

44 %

Lange Ladezeiten

27 %

Unklare oder fehlende Anweisungen

23 %

Frankreich

Schlechte Lesbarkeit

38 %

Navigationsprobleme, unklare Struktur

36 %

Lange Ladezeiten

25 %

Österreich

Navigationsprobleme

31 %

Deutschland

Navigationsprobleme

17 %

Vereinigtes Königreich

Schlechte Lesbarkeit

27 %

Probleme bei der mobilen Navigation in allen fünf Märkten

Rund 20% der Menschen melden Layouts, die auf dem Smartphone nicht funktionieren, und rund 20% melden eine verwirrende Navigation und zu kleine Tippflächen. Um eines davon zu lösen, muss man zuerst bei den Grundlagen ansetzen.

Alle Balken teilen sich eine Skala von 0 bis 50%. Die Fragen zu Barrieren wurden in jedem Markt separat gestellt, daher unterscheiden sich die Listen im Detailgrad.

HÄUFIGSTE DIGITALE BARRIEREN

Dieser Generationenunterschied zeigt, wohin sich die nationalen Zahlen entwickeln

Befragte der Generation Z und der Millennials brechen mit einer anderen Quote ab als im nationalen Durchschnitt. Je größer ihr Anteil an einer Kundenbasis wird, desto stärker nähert sich der nationale Wert ihrem an.

Deutschland

National, alle Erwachsenen

80,7 %

Generation Z und Millennials

79,8 %

Österreich

National, alle Erwachsenen

78,6 %

Generation Z und Millennials

74 %

Frankreich

National, alle Erwachsenen

58 %

Generation Z und Millennials

64 %

Vereinigtes Königreich

National, alle Erwachsenen

Nicht erhoben

Generation Z und Millennials

51%

Häufige Abbruchquote in Italien

Unter den 18- bis 34-Jährigen in Italien geben 18% an, häufig abzubrechen, gegenüber einem nationalen Durchschnitt von 15%.

18 bis 34 Jahre

18 %

Navigationsprobleme

15 %

ERWARTUNG UND FORTSCHRITT

Das Bewusstsein ist schneller gewachsen als die Umsetzung

Was Menschen erwarten

86 %

der Menschen in Italien sagen, dass Websites, Apps und digitale Dienste für Menschen mit Sehbehinderung, Hörbehinderung, motorischer oder kognitiver Behinderung nutzbar sein sollten.

80 %

erweitern diese Erwartung auf Menschen mit geringerer digitaler Kompetenz.

Italien. Ältere Nutzer:innen werden in allen fünf Märkten genannt, die Erwartung beschränkt sich also nicht auf die Kategorie Behinderung.

Die Zufriedenheitslücke

Anteil, der die Fortschritte bei der digitalen Barrierefreiheit als unzureichend einschätzt. Frage in drei Märkten gestellt.

Italien

44 %

Österreich

38 %

Deutschland

18 %

Die 18 % in Deutschland sind nicht eindeutig

Die 18 % in Deutschland könnten echten Fortschritt widerspiegeln, den Nutzer:innen bemerkt haben, oder ein geringeres Bewusstsein dafür, wie barrierefreies Design aussieht, wenn es funktioniert. Die Umfrage erlaubt keine Trennung der beiden Möglichkeiten.

DER RECHTLICHE RAHMEN

Fünf nationale Gesetze, ein gemeinsamer technischer Standard

Nationale Gesetze bauen auf einem gemeinsamen europäischen Rahmen auf, und fast alle leiten ihre technischen Anforderungen aus derselben Quelle ab.

EBENE 1 · NATIONALE GESETZE

Das Barrierefreiheitsstärkungsgesetz überführt den European Accessibility Act in deutsches Recht und erweitert die Barrierefreiheitspflichten auf den privaten Sektor.

Das Référentiel général d'amélioration de l'accessibilité legt den französischen Compliance-Rahmen und die Pflichten zur Konformitätserklärung fest.

Das decreto legislativo 82/2022 hat die Barrierefreiheitspflichten in Italien festgelegt. Die AgID-Richtlinien enthalten die operativen und technischen Details, an denen Organisationen gemessen werden.

Das Barrierefreiheitsgesetz ist die österreichische Umsetzung des European Accessibility Act und gilt für die festgelegten Produkte und Dienstleistungen, die auf den Markt gebracht werden.

Vereinigtes Königreich, außerhalb des EU-Rahmens

Der Equality Act verbietet allgemein Diskriminierung; die Public Sector Bodies Accessibility Regulations regeln zusätzlich Websites und Apps im öffentlichen Sektor.

EBENE 2 · GEMEINSAMER EU-RAHMEN

Der EAA harmonisiert die Barrierefreiheitsanforderungen in den EU-Mitgliedstaaten. Deshalb überschneiden sich die oben genannten nationalen Gesetze inhaltlich so stark, auch wenn sie sich in Name, Geltungsbereich und Durchsetzung unterscheiden.

GRUNDLAGE · DER TECHNISCHE STANDARD

In fast jedem Markt gehen die technischen Anforderungen auf die WCAG 2.1 zurück. Setzt du den Standard einmal um, deckst du damit den Kern der meisten darauf aufbauenden Regelwerke ab. Die Unterschiede liegen bei Namen, Fristen und Durchsetzung. Der Code muss überall dasselbe Niveau erreichen.

WO DU ANFANGEN KANNST

Die am häufigsten gemeldeten Barrieren lassen sich technisch am einfachsten beheben

Jeder Punkt knüpft an das an, was Menschen in einem bestimmten Markt uns berichtet haben.

Reduziere die Unterbrechungen

Italien, 44 %

Aufdringliche Werbung und Pop-ups sind die am häufigsten gemeldete Barriere in Italien. Interstitials, automatisch startende Overlays und Cookie-Walls, die den Tastaturfokus einschließen.

Mach Text lesbar

Frankreich 38 %, UK 27,3 %

Schlechte Lesbarkeit führt in beiden Märkten. Kontrastverhältnisse, Textgröße und Zeilenlänge, kein komplettes Redesign.

Mach die Navigation vorhersehbar

Österreich 31 %, Deutschland 17 %

Eine konsistente Struktur, ein sichtbarer Fokusindikator und Tippflächen, die sich tatsächlich treffen lassen.

Mach es für das Smartphone nutzbar

Rund 20 % in allen fünf Märkten

Layouts, die sich zu einer Spalte anordnen, kein horizontales Scrollen und Bedienelemente, die erreichbar bleiben.

METHODIK UND QUELLEN

Wie diese Umfrage durchgeführt wurde

Jeder Markt wurde als repräsentative Online-Umfrage mit einem lokalen Forschungsinstitut durchgeführt, nicht mit einem Gelegenheitspanel. Die Datenerhebung lief von August bis November 2025.

Sie erfasst, dass Menschen angeben, digitale Vorgänge wegen Barrieren abzubrechen. Sie quantifiziert weder verlorene noch durch Beheben zurückgewonnene Umsätze. Jede Wirtschaftlichkeitsbetrachtung, die auf dieser Seite aufbaut, bleibt daher vorläufig.

Civey
Opinea
YouGov
Marketagent
Censuswide
Civey
Opinea
YouGov
Marketagent
Censuswide

Barrierefreiheit ist ein Recht, kein Bonus.

Wir unterstützen dein Team dabei, die gemeldeten Barrieren zu finden, zu beheben und dauerhaft zu vermeiden.

Quelle: European Digital Accessibility Survey, Accessiway. Datenerhebung von August bis November 2025, mit YouGov (Italien), Civey (Deutschland), Marketagent (Österreich), Opinea (Frankreich) und Censuswide (Vereinigtes Königreich). Gesamtstichprobe 6.599.

bottom of page