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28. August 2026

Barrierefreiheits-Audit: was es ist, wie es abläuft und was es prüft

Ein Barrierefreiheits-Audit ist mehr als ein Scan. Wie der Umfang festgelegt wird, welche Standards gelten, was in den Bericht gehört und was ein Audit kostet.

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Ein Barrierefreiheits-Audit ist eine strukturierte Bewertung einer Website, App, eines Portals, Dokuments oder einer anderen digitalen Anwendung anhand vereinbarter Kriterien der Barrierefreiheit. Es verbindet automatisierte Prüfungen mit manueller Expertenbewertung, Tests mit assistiven Technologien und, wo im Umfang enthalten, Tests aus gelebter Erfahrung. Am Ende steht eine priorisierte Liste von Befunden mit konkreten Empfehlungen.

In diesem Artikel

Wie funktioniert ein Barrierefreiheits-Audit?

Ein gutes Audit kombiniert mehrere Methoden. Keine einzelne findet jede Barriere oder zeigt, ob eine Anwendung in der Praxis funktioniert.

Methode

Besonders geeignet für

Wichtige Grenze

Automatisierte Tests

Fehlende Beschriftungen, zu geringe Kontraste, strukturelle Barrieren, wiederholbare Prüfungen.

Sie entscheiden nicht zuverlässig, ob Inhalte verständlich und in einer Aufgabe nutzbar sind.

Manuelle Expertentests

Inhalte, Komponenten, Code, Interaktionen gegen vereinbarte Kriterien bewerten.

Sie brauchen einen klar definierten Umfang, passende Umgebungen, Fachurteil.

Tests mit assistiver Technologie

Tastaturbedienung, Fokusverhalten, Screenreader-Ausgabe, Zusammenspiel mit den jeweiligen Tools.

Ein Tool oder eine Umgebung bildet nicht jede Nutzerkonfiguration ab.

Tests aus gelebter Erfahrung

Barrieren erkennen, die im Alltag auftreten, und Stellen, an denen Aufgaben scheitern.

Sie ergänzen die normbasierte Bewertung. Keine Einzelperson steht für alle Zugangsbedürfnisse.

Die Größenordnung ist wichtig, bevor Sie ein Programm rund um einen Scanner planen. Automatisierte Tests identifizierten 57,38 % der Barrieren in Deques Automated Accessibility Coverage Report, gemessen an über 13.000 Seiten und Seitenzuständen und knapp 300.000 Befunden. Das ist ein nützlicher Vorsprung, und die schwierigere Hälfte bleibt bei den Menschen. Wie manuelle und automatisierte Tests zusammenwirken, haben wir separat beschrieben.

Ein typisches Audit läuft in fünf Schritten ab.

Schritt 1: Umfang und Testumgebungen festlegen

Klären Sie die Stichprobe, die Kriterien, die Kombinationen aus Browser und assistiver Technologie, die Testzugänge, die Daten. Was hier offenbleibt, wird später zum Vorbehalt im Bericht.

Schritt 2: Produkt erkunden und automatisierte Prüfungen laufen lassen

Scanner erfassen das Gelände und melden wiederkehrende Fehler schnell. Jedes Ergebnis wird von Hand geprüft, denn Tools übersehen Barrieren und melden Dinge, die keine sind.

Schritt 3: Inhalte, Komponenten und Nutzerwege manuell bewerten

Die Prüfer:innen arbeiten die Stichprobe gegen jedes anwendbare Kriterium durch und decken dabei die Interaktionszustände ab, die automatisierte Prüfungen nie erreichen.

Schritt 4: Tastatur und assistive Technologie testen

Zuerst der Tastaturdurchlauf, dann die Tests mit den vereinbarten Screenreadern. Das Verhalten unterscheidet sich zwischen Tools und zwischen Plattformen. Die in Schritt 1 festgelegten Umgebungen bestimmen also, was diese Phase findet.

Schritt 5: Befunde so dokumentieren, dass Teams handeln können

Die Befunde gehen in ein Format, mit dem Ihr Entwicklungsteam arbeiten kann. Darum geht es im übernächsten Abschnitt.

Warum ein Barrierefreiheits-Audit durchführen?

Ein Audit gibt Ihrem Team Belege statt Absichten: eine Liste von Barrieren, priorisiert, mit einer Korrekturrichtung für jede.

Beheben Sie eine Barriere in einer gemeinsam genutzten Komponente, verbessern Sie jede Seite, die sie verwendet.

Der Nutzen reicht über Konformität hinaus. Saubere Semantik, aussagekräftige Linktexte, Alternativtexte, Untertitel: dieselben Signale liest auch die Suchmaschine. Barrierefreiheit und organische Sichtbarkeit bewegen sich gemeinsam. Und sie prägt, wie Menschen Sie wahrnehmen. Apple behandelt Barrierefreiheit seit zwei Jahrzehnten als Produktstandard und nicht als Feature-Wunsch. Dieser Ruf ist heute Teil des Markenwerts.

Die Gruppe, die davon profitiert, ist größer als die meisten Teams erwarten. Neben Menschen mit Behinderungen funktioniert ein barrierefreier Nutzerweg besser für ältere Menschen, für Menschen mit geringer digitaler Kompetenz und für alle mit einer situativen Einschränkung: grelles Sonnenlicht, ein lauter Zug, ein geliehenes Gerät, eine freie Hand oder ADHS. Für diese Bedingungen zu gestalten heißt, für alle zu gestalten.

Wann sollten Sie ein Audit durchführen?

Ein Basis-Audit ist ein guter Ausgangspunkt für jedes Barrierefreiheitsprogramm. Besonders wertvoll ist es vor einem Relaunch, einer Plattformmigration, einem Produktstart, einem größeren Release, einer Ausschreibung oder einer Markterweiterung.

Priorisieren Sie ein Audit, wenn Sie:

  • einen wichtigen Nutzerweg einführen oder deutlich verändern, etwa Checkout, Login, Buchung, Antrag, Zahlung, Einwilligung, Support.

  • Rückmeldungen zur Barrierefreiheit von Kund:innen, Mitarbeitenden oder dem Support erhalten.

  • einen Drittanbieterdienst einbinden, der einen wichtigen Nutzerweg berührt.

  • eine rechtliche, vergaberechtliche oder marktbezogene Anforderung erfüllen müssen.

Wie bereiten Sie ein Audit vor?

Klären Sie zuerst, wozu die Bewertung dient. Vielleicht wollen Sie einen Ausgangswert, einen besseren Conversion-Weg, Unterstützung bei einem Relaunch, Vorbereitung auf eine Ausschreibung oder einen Überblick über Ihren Stand gegenüber geltenden Anforderungen. Dieser Zweck bestimmt Kriterien, Plattformen, Nutzerwege, Prüftiefe.

Vor Testbeginn klären Sie:

  • die digitalen Assets im Umfang, darunter öffentliche Websites, Portale, Web- und Mobile-Apps, Dokumente, Medien, Formulare, Drittanbietertools.

  • die Nutzerwege mit der größten Bedeutung und die Teams, die dafür verantwortlich sind.

  • Testzugänge, realistische Testdaten, passende Umgebungen.

  • die Geräte und assistiven Technologien, die für Ihre Nutzer:innen am wichtigsten sind.

  • Drittanbieter-Touchpoints wie Zahlung, Buchung, Chat, Einwilligung, Video.

Zwei Punkte verdienen früh Aufmerksamkeit.

Drittanbieterdienste

Sie erzeugen Barrieren mitten in einem sonst barrierefreien Nutzerweg. Und es sind meist die Barrieren, die Sie nicht selbst beheben können.

Login-Bereiche

Kontoverwaltung, Dokumentenzugriff, Self-Service liegen meist hinter der Anmeldung. Sie mit aufzunehmen verändert den Auditumfang stärker als alles andere auf dieser Liste. Klären Sie das, bevor Ihnen jemand einen Preis nennt.

Wie wird der Auditumfang festgelegt?

Der Umfang eines Audits deckt repräsentative Templates, wiederverwendbare Komponenten, wichtige Nutzerwege, relevante Inhaltstypen, aussagekräftige Interaktionszustände ab.

Ein Formular ohne seine Validierungs-, Fehler-, Bestätigungs- und Timeout-Zustände zu prüfen zeigt Ihnen nur den Teil, der ohnehin funktioniert. Eine Navigationskomponente muss so bewertet werden, wie Menschen sie tatsächlich benutzen, mit Tastaturfokus und den relevanten assistiven Technologien.

Das World Wide Web Consortium (W3C) veröffentlicht dafür ein wiederholbares Verfahren, die Website Accessibility Conformance Evaluation Methodology (WCAG-EM): Umfang definieren, Zielobjekt erkunden, repräsentative Stichprobe wählen, bewerten, Ergebnisse berichten. Prüfer:innen passen das Vorgehen weiterhin an das Produkt und an den Zweck des Audits an.

Umfangsbereich

Was enthalten sein kann

Digitale Assets

Websites, Portale, Web- und Mobile-Apps, Dokumente, Medien, weitere vereinbarte Produkte.

Wiederverwendbare Elemente

Templates, Navigation, Formulare, Dialoge, Suche, Hinweise, Tabellen, Design-System-Komponenten.

Nutzerwege

Registrierung, Login, Suche, Buchung, Antrag, Zahlung, Dokumentenzugriff, Support.

Inhalte und Zustände

Text, Bilder, Diagramme, Dokumente, Medien, Fehler, Erfolgsmeldungen, Pop-ups, dynamische Aktualisierungen.

Umgebungen

Vereinbarte Kombinationen aus Browser, Gerät, Betriebssystem, assistiver Technologie.

Drittanbieter

Eingebettete oder zugelieferte Dienste, die einen Nutzerweg im Umfang berühren.

Was prüft ein Barrierefreiheits-Audit?

Ein Audit bewertet, ob eine Anwendung im Umfang die vereinbarten Kriterien erfüllt und für Menschen mit unterschiedlichen Zugangsbedürfnissen funktioniert. Die folgenden Bereiche zeigen typische Untersuchungsfelder. Sie skizzieren einen Prüfplan, ohne ihn zu ersetzen.

Prüfbereich

Beispielhafte Prüfungen

Struktur und Inhalt

Überschriftenhierarchie, Seitentitel, Sprache, Semantik, aussagekräftige Links, Beschriftungen, Alternativtexte, klare Anweisungen.

Visuelle Darstellung

Farbkontrast, Hinweise ohne Farbe, Textvergrößerung, Reflow, responsives Verhalten, sichtbarer Fokus.

Interaktion und Formulare

Tastaturbedienung, Fokusreihenfolge, Namen und Zustände von Bedienelementen, Formularbeschriftungen, Validierung, Fehlermeldungen, Dialoge, Zeitlimits.

Medien und Dokumente

Untertitel, Transkripte, Audiodeskription wo nötig, barrierefreie Dokumente, Zugang zu Informationen in Bildern und Diagrammen.

Assistive Technologie

Ob Bedienelemente, Struktur und dynamische Aktualisierungen Screenreader und andere Tools in nutzbarer Form erreichen.

Aufgabenerfüllung

Ob Menschen einen wichtigen Nutzerweg von Anfang bis Ende abschließen können, mit Fehlerkorrektur und Bestätigung.

Audit, automatisierter Scan, User Testing: der Unterschied

Die drei Aktivitäten hängen zusammen und beantworten unterschiedliche Fragen.

Aktivität

Leitfrage

Ergebnis

Automatisierter Scan

Welche maschinell erkennbaren Barrieren meldet dieses Tool?

Ergebnisse, die menschliche Prüfung, Kontext, Priorisierung brauchen.

Barrierefreiheits-Audit

Erfüllt der vereinbarte Umfang die definierten Kriterien?

Belegte Befunde, zugeordnete Kriterien, Prioritäten, Korrekturhinweise.

User Testing

Können Menschen echte Aufgaben abschließen, und wo stoßen sie auf Barrieren?

Beobachtungen zu Aufgabenerfüllung, Usability, tatsächlich erlebten Barrieren.

Ein automatisierter Scan ist ein nützlicher Input für ein Audit. User Testing liefert Erfahrungswissen, das eine normbasierte Bewertung allein nicht erzeugt, und gehört neben diese Bewertung.

Welche Standards und Rechtsvorschriften gelten?

Legen Sie den Maßstab fest, bevor die Tests beginnen. WCAG, EN 301 549 und der EAA hängen zusammen und sind nicht austauschbar.

Die Web Content Accessibility Guidelines (WCAG) sind der internationale technische Standard. Sie ordnen sich um vier Prinzipien, bekannt als POUR: wahrnehmbar, bedienbar, verständlich, robust. Die Erfolgskriterien liegen auf den Stufen A, AA und AAA, wobei AA für die meisten Organisationen der Arbeitsmaßstab ist. WCAG 2.2 ist die aktuelle Fassung und bleibt abwärtskompatibel zu 2.1.

EN 301 549 ist die europäische Norm für Barrierefreiheitsanforderungen an Produkte und Dienstleistungen der Informations- und Kommunikationstechnik (IKT). Sie stützt sich stark auf die WCAG und enthält Anforderungen darüber hinaus. WCAG-Konformität ist deshalb nicht gleichbedeutend damit, jede einschlägige Anforderung der EN 301 549 zu erfüllen.

Der European Accessibility Act (EAA) ist EU-Gesetzgebung und keine technische Prüfliste. Welche Pflichten greifen und welche technischen Wege offenstehen, hängt vom Produkt, der Dienstleistung, dem Markt, der nationalen Umsetzung ab.

Kontext

Praktische Folge für das Audit

Unternehmen in Deutschland

Das BFSG setzt den EAA um und gilt seit dem 28. Juni 2025. Prüfen Sie, welche Ihrer Produkte und Dienstleistungen darunterfallen.

Unternehmen in Österreich

Das BaFG ist die österreichische EAA-Umsetzung, ebenfalls seit dem 28. Juni 2025 in Kraft. Die Marktüberwachung liegt beim Sozialministeriumservice, Landesstelle Oberösterreich. Nicht mit dem deutschen BGG verwechseln.

Öffentliche Stellen

Die BITV 2.0 gilt für öffentliche Stellen des Bundes. Die Länder haben eigene Verordnungen mit vergleichbaren Anforderungen.

Digitale Produkte international

Legen Sie WCAG-Version und Konformitätsstufe fest, passend zu Ihren Zielen, Ihren Nutzer:innen, Ihrem Kontext.

Weitere Märkte und Branchen

Klären Sie den rechtlichen und technischen Rahmen mit qualifizierter lokaler Beratung.

Hinweis: Dieser Artikel bietet allgemeine Informationen und keine Rechtsberatung. Die Anforderungen hängen von der Organisation, dem Angebot, der Rechtsordnung und den Umständen ab.

Was gehört in einen Auditbericht?

Er soll Entscheider:innen das Gesamtbild zeigen und Umsetzungsteams in die Lage versetzen, an einzelnen Barrieren zu arbeiten.

Jeder Befund enthält:

  • die Barriere und die betroffene Seite, den Screen, die Komponente oder den Nutzerweg.

  • das einschlägige Kriterium und einen nachvollziehbaren Beleg oder Kontext.

  • die wahrscheinliche Auswirkung auf Nutzer:innen und die zugewiesene Priorität.

  • eine praktikable Korrekturrichtung, mit der ein Entwicklungsteam arbeiten kann.

Eine Zusammenfassung für das Management hebt die wesentlichen Themen, Risiken, nächsten Schritte hervor. Die Priorisierung wägt die Auswirkung auf Nutzer:innen gegen die Kritikalität des Nutzerwegs ab: eine blockierende Barriere im E-Commerce-Checkout oder im Kontozugang braucht womöglich sofortige Aufmerksamkeit, auch wenn sie nur auf einem Screen auftritt. Eine Barriere auf Komponentenebene kann dagegen ein ganzes Produkt betreffen.

Was passiert nach dem Audit?

Der Bericht startet den Verbesserungszyklus. Drei Dinge folgen.

An der Quelle beheben

Legen Sie Verantwortlichkeiten und Prioritäten fest, dann arbeiten Sie die Barrieren ab, die Menschen am Abschluss wichtiger Nutzerwege hindern. Stammt eine Barriere aus einem gemeinsam genutzten Template, einer Komponente oder einem Design-System-Muster, verbessert die Korrektur dort mehrere Anwendungen auf einmal.

Jede Änderung validieren

Testen Sie jede Korrektur erneut, in der Umgebung und im Nutzerweg, wo sie gefunden wurde. Das bestätigt, dass die Barriere behoben ist und dass die Änderung keine neue Barriere bei Fokus, Ansage, Layout oder Interaktion erzeugt hat.

Die Lücke zwischen Audits schließen

Ein formales Audit ist eine Momentaufnahme. Dazwischen verankern Sie Barrierefreiheit in der täglichen Arbeit:

  • Design-Reviews

  • Entwicklungsrichtlinien

  • Qualitätssicherung

  • laufendes Monitoring

  • barrierefreie Redaktionsprozesse

Unser Leitfaden zum Thema Website barrierefrei machen geht auf diese Seite ausführlicher ein.

Wie Accessiway Sie unterstützt

Ein Audit findet statt, ein Bericht kommt an, die Befunde landen in einer Tabelle, und Monate später beginnt der Zyklus von vorn, während das Risiko dazwischen wächst. Unsere Plattform für digitale Barrierefreiheit ist gebaut, um diesen Zyklus zu beenden.

Unsere Fachleute legen Plattformen, Templates und Nutzerwege im Umfang fest und verbinden dann automatisierte Tests mit manueller Bewertung, Tastatur- und Screenreader-Tests, Tests aus gelebter Erfahrung. Die Befunde landen auf einem Live-Dashboard statt in einem statischen PDF, priorisiert nach Schweregrad, den einschlägigen Richtlinien zugeordnet und über unsere Jira-Integration mit dem bestehenden Workflow Ihres Entwicklungsteams verbunden. Laufendes Monitoring verfolgt, was sich zwischen den Audits ändert. Sie wissen jederzeit, wo Ihre Barrierefreiheit steht, und Ihr Team hat einen strukturierten Weg, daran zu arbeiten. Im nächsten Schritt kann Accessiway Ihr Team schulen und Sie langfristig unabhängig machen. So entsteht eine digitale Welt ohne Barrieren.

Häufige Fragen zum Barrierefreiheits-Audit

Was kostet ein Barrierefreiheits-Audit?

Die Kosten richten sich nach dem vereinbarten Umfang. Am stärksten wirken: die Zahl der Instanzen (jede Domain und Subdomain zählt als eigene Einheit), die Zahl der Templates und wichtigen Nutzerwege, ein vorhandener Login-Bereich, die Zahl der Sprachen, die Zahl der Umgebungen, die gewünschten Ergebnisse.

Bei Accessiway ist das Audit Teil eines Plattformplans und wird nicht einzeln verkauft. Jahrespläne starten ab 1.000 € pro Jahr. Jede Stufe enthält ein manuelles Experten-Audit und eine Barrierefreiheitserklärung mit VPAT.

  • Bronze deckt ein Basis-Audit nach WCAG 2.2 AA ab, mit Plattform und mehrsprachigem Dashboard.

  • Silver ergänzt ein umfassendes Experten-Audit nach WCAG 2.2 AA und RGAA, einen WCAG-2.2-AA- und EAA-Bericht, wöchentliche automatisierte Scans, Korrekturhinweise, ein Barrierefreiheits-Badge.

  • Gold stellt die Scans auf täglich um, ergänzt erneute Tests nach jeder Fehlerbehebung und bringt Governance über Websites und Touchpoints mit vierteljährlichem Compliance-Review.

  • Enterprise wird auf Ihr digitales Ökosystem zugeschnitten.

Spezialleistungen werden auf jeder Stufe getrennt berechnet: Usability-Tests mit Menschen mit Behinderungen ab 1.200 € pro Session, Dokumenten-Remediation ab 5 € pro Seite.

Wie lange dauert ein Barrierefreiheits-Audit?

Die Dauer hängt vom vereinbarten Umfang ab: Zahl der Plattformen, Templates, Komponenten, Nutzerwege, Inhaltstypen, Sprachen, Umgebungen. Ein klar definierter Umfang sagt Ihnen mehr als eine allgemeine Zeitangabe, und im Scoping-Gespräch wird das geklärt.

Welche Tools nutzen Prüfer:innen für ein Audit?

Prüfer:innen kombinieren Scanner, assistive Technologie, Inspektionswerkzeuge. Zu den verbreiteten automatisierten Tools zählen axe DevTools, WAVE, Lighthouse, Accessibility Insights for Web. Beim manuellen Test kommen Screenreader wie NVDA, JAWS, VoiceOver, TalkBack zum Einsatz, dazu Kontrastprüfer und die Entwicklertools des Browsers. Für Dokumente werden Adobe Acrobat Pro und PAC genutzt.

Kann ein internes Team ein Barrierefreiheits-Audit durchführen?

Ja. Interne Teams können und sollen Prüfungen der Barrierefreiheit in die tägliche Arbeit einbauen. Eine von Fachleuten geführte Bewertung bringt gebündelte Expertise, eine unabhängige Perspektive und strukturierte Tests über einen vereinbarten Umfang. Genau das verlangen Vergabestellen und Konformitätsnachweise in der Regel.

Beweist ein automatisierter Scan, dass eine Website barrierefrei ist?

Nein. Automatisierte Tools finden manche Barrieren effizient. Sie bewerten nicht jede Anforderung und beurteilen nicht, ob eine Aufgabe verständlich und nutzbar ist. Kombinieren Sie sie mit manuellen Tests und Tests mit assistiver Technologie.

Garantiert ein Barrierefreiheits-Audit Rechtskonformität?

Nein. Ein Audit bewertet einen vereinbarten Umfang anhand vereinbarter Kriterien und liefert Korrekturhinweise. Rechtliche Pflichten hängen von der Rechtsordnung, der Branche, dem Produkt und den Umständen ab.

Umfasst ein Audit auch PDFs, Videos und Drittanbieterdienste?

Ja, wenn sie im vereinbarten Umfang liegen. Erfassen Sie diese Assets in der Vorbereitung, denn sie sind oft wesentlich für einen Nutzerweg und brauchen jeweils einen eigenen Prüfansatz. PDFs werden gegen PDF/UA und gegen die WCAG bewertet.

Brauchen Mobile-Apps ein eigenes Audit?

Native Mobile-Apps brauchen eine eigene Bewertung. Eine responsive Website auf dem Smartphone bleibt Teil des Web-Audits. Die WCAG gilt für Webinhalte, native Apps werden deshalb über WCAG2ICT oder über Kapitel 11 der EN 301 549 bewertet, das dieselben Kriterien auf Software überträgt. Auch die Tests lassen sich nicht übertragen: Mobile Screenreader arbeiten mit Gestennavigation statt mit Tab-Reihenfolge, die Accessibility-APIs der Plattformen unterscheiden sich vom Web, und für Tastaturtests braucht es eine externe Tastatur am Gerät.

Was ist ein Screenreader-Test?

Ein Screenreader-Test untersucht, wie Menschen, die einen Screenreader nutzen, digitale Inhalte aufnehmen und bedienen. Geprüft wird, ob Bedienelemente aussagekräftige Namen haben, ob die Struktur klar ist und ob dynamische Aktualisierungen sinnvoll angesagt werden.

Sie können mit einem kostenlosen Barrierefreiheits-Check starten und Ihnen einen ersten Überblick verschaffen, wo Ihre Website steht.

Redaktion

Seit dem 2. August 2026 gilt Artikel 50 der KI-Verordnung. Wer Chatbots betreibt, synthetische Inhalte erzeugt oder Deepfakes veröffentlicht, muss die Menschen darüber informieren. Absatz 5 ergänzt die Bedingung, die in den meisten Compliance-Checklisten fehlt: Der Hinweis selbst muss den geltenden Barrierefreiheitsanforderungen entsprechen.

News Presse

PDF barrierefrei machen

Redaktion

Der Unterschied liegt nicht im Erscheinungsbild der Datei. Eine barrierefreie und eine nicht barrierefreie PDF-Datei können auf den ersten Blick identisch aussehen. Der Unterschied liegt in den Tags.

Digitale Barrierefreiheit

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Welche Daten verarbeitet eine Lösung für digitale Barrierefreiheit, wo werden sie gespeichert und welche Nachweise werden akzeptiert? Wie geht Accessiway damit um? Zehn Fragen, die Ihnen helfen, die Datenschutzpraktiken eines Anbieters eingehend zu prüfen.

Rechtliche Aspekte Und Datenschutz

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