Barrierefreie website kosten, preise und was wirklich dahintersteckt
Die meisten Artikel zum Thema barrierefreie Website Kosten enden mit „das hängt vom Umfang ab". Damit lässt sich kein Budget planen. Hier stehen konkrete Zahlen: marktübliche Preise, unsere eigenen Preise und die Prüfdaten, die zeigen, welche Barrieren tatsächlich auftreten und was ihre Behebung kostet.

Eine barrierefreie Website kostet zwischen 600 Euro für eine orientierende Erstanalyse und einem fünfstelligen Betrag für einen komplexen Shop. Entscheidend ist weniger die Seitenzahl als die Art der Barriere: Kontrastfehler sind in Stunden behoben, eine nicht tastaturbedienbare Navigation kostet Wochen. In unserer Analyse ein Jahr nach dem BFSG meldeten acht von 37 geprüften Websites im automatischen Test null Fehler und fielen trotzdem bei 27 manuellen Prüfungen durch.
In diesem Artikel
Was kostet eine barrierefreie Website?
So finden Sie Ihre Preisklasse heraus
Was wir auf DAX- und ATX-Prime-Websites gefunden haben
Welche Barrieren günstig sind und welche teuer werden
Kosten für Audit, Umsetzung und Pflege
Was Barrierefreiheit bei Accessiway kostet
BFSG und BaFG als Kostenfaktor
Gibt es Förderungen für barrierefreie Websites?
Gesamtkosten über drei Jahre
Agentur, Freelancer oder Inhouse
Häufige Fragen zu Kosten und Aufwand
Was kostet eine barrierefreie Website?
Eine barrierefreie Website kostet je nach Ausgangslage zwischen 600 Euro für eine orientierende Erstanalyse und einem fünfstelligen Betrag für einen vollständig geprüften und überarbeiteten Online-Shop.
Die folgenden Spannen sind marktüblich in Deutschland und Österreich. Die Zahlen für Erstanalyse und Vollaudit stammen von Aktion Mensch.
Leistung | Marktübliche Spanne |
Orientierende Erstanalyse (rund ein Personentag) | 600 bis 1.200 Euro |
Vollständiges Audit mit Bericht, einfache Website | 2.500 bis 5.000 Euro |
Vollständiges Audit mit Bericht, Shop oder Portal | 5.000 bis 10.000 Euro |
Barrierefreie Aufbereitung, pro PDF | unterer bis mittlerer dreistelliger Bereich |
Laufende Betreuung und Nachprüfung, pro Jahr vierstelliger Bereich | vierstelliger Bereich |
Was diese Zahlen nicht abbilden: die Umsetzung. Ein Audit sagt Ihnen, was zu tun ist. Was die Behebung kostet, hängt davon ab, welche Barrieren gefunden werden.
Wovon die Kosten am stärksten abhängen
Art der Barriere. Der größte Hebel, und der einzige, den Sie vor dem Audit nicht kennen. Mehr dazu weiter unten.
Anzahl der Vorlagen, nicht der Seiten. 5.000 Seiten aus zwölf Vorlagen sind günstiger zu korrigieren als 80 Seiten mit 40 Einzellayouts.
Ausgangslage. Sauber strukturierter, moderner Code lässt sich nachrüsten. Bei sehr altem oder stark individualisiertem Code kann ein Relaunch wirtschaftlicher sein.
Technischer Stack. Shopsysteme und Portale bestehen aus vielen komplexen Komponenten (Produktlisten, Filter, Warenkorb, Checkout) und sind deutlich aufwendiger als eine Informationsseite. Drittanbieter-Tools wie Chat-Widgets, Buchungstools oder Karten sind oft nicht barrierefrei und brauchen Alternativen.
Inhalte und Dokumente. Alte PDF-Bestände sind der am häufigsten unterschätzte Posten.
Zeitplan. Kurze Fristen erhöhen die Kosten, weil mehr Personen parallel arbeiten müssen.
So finden Sie Ihre Preisklasse heraus
Sie können Ihre Größenklasse in zwei Minuten selbst bestimmen. Wir berechnen die Seitenzahl für ein Angebot genauso.
Schritt 1: Indexierte Seiten zählen
Geben Sie in Google site:deinedomain.de ein. Direkt unter dem Suchfeld steht „Ungefähr X Ergebnisse". Das ist die Zahl der Seiten, die Google von Ihrer Domain kennt, und die Basis unserer Preisberechnung.
Schritt 2: Mit der Sitemap gegenprüfen
Ihre Sitemap liegt meist unter deinedomain.de/sitemap.xml und ergibt oft ein genaueres Bild. Weichen die Zahlen stark ab, arbeiten wir mit der Sitemap oder anderen Nachweisen weiter.
Schritt 3: Vorlagen zählen
Zählen Sie die unterschiedlichen Seitentypen: Startseite, Übersicht, Detailseite, Formular, Blogartikel, Checkout. Diese Zahl bestimmt den Umsetzungsaufwand stärker als die Gesamtzahl der Seiten.
Schritt 4: Ist-Zustand prüfen
Der Accessibility Scanner liefert eine erste automatische Auswertung. Wie Sie darüber hinaus systematisch testen, steht im Leitfaden zum Testen Ihrer Website auf Barrierefreiheit.
Bevor Sie dem Scan-Ergebnis vertrauen, lohnt der nächste Abschnitt.
Was wir auf DAX- und ATX-Prime-Websites gefunden haben
Ein Jahr nach Inkrafttreten des European Accessibility Act haben wir die verbraucherorientierten Websites börsennotierter Unternehmen gegen neun Erfolgskriterien der WCAG 2.2 geprüft, automatisiert und manuell.
89 % der verbraucherorientierten DAX-Websites weisen mindestens eine digitale Barriere auf. Nur zwei der 19 geprüften deutschen Websites erfüllen alle neun Kriterien. In Österreich erfüllt keine einzige alle neun.
Erfolgskriterium | Deutschland (19 Websites) | Österreich (18 Websites) |
1.4.10 Reflow | 11 | 10 |
1.4.3 Kontrast | 10 | 14 |
1.4.4 Textgröße ändern | 9 | 7 |
2.4.1 Blöcke umgehen (Skiplink) | 8 | 10 |
2.4.7 Fokus sichtbar | 8 | 8 |
2.4.3 Fokus-Reihenfolge | 6 | 6 |
2.2.2 Pausieren, beenden, ausblenden | 5 | 5 |
2.1.1 Tastaturbedienbarkeit | 4 | 11 |
2.3.1 Blitzen | 0 | 0 |
Summe der Verstöße | 61 | 71 |
Im Durchschnitt verfehlen die deutschen Websites mehr als drei der neun Kriterien, die österreichischen 3,9. Die vollständige Auswertung steht in unserer Analyse der DAX-Websites ein Jahr nach dem BFSG und in der europäischen Untersuchung über fünf Börsen.
Methodik: Accessiway hat im Mai 2026 verbraucherorientierte Websites börsennotierter Unternehmen analysiert, darunter Banking-Plattformen, Online-Shops, Telekommunikationsdienste und Kundenportale. Geprüft wurde gegen neun ausgewählte Erfolgskriterien der WCAG 2.2, kombiniert automatisiert (Axe DevTools, Lighthouse) und manuell. 19 Websites aus dem DAX, 18 Websites von 16 Unternehmen aus dem ATX Prime. Die Ergebnisse sind eine Momentaufnahme und ersetzen keine vollständige Konformitätsbewertung.
Der Befund, der für Ihr Budget am wichtigsten ist
Acht der 37 geprüften Websites meldeten in Axe DevTools null Probleme. Die manuelle Prüfung fand auf genau diesen Websites 27 Verstöße.
Ein börsennotierter Flughafenbetreiber erreicht einen Lighthouse-Score von 100 %, Axe DevTools meldet null Probleme, und die Seite fällt trotzdem bei Kontrast und Tastaturbedienbarkeit durch. Bei einem Postdienstleister: Lighthouse 99 %, Axe null Probleme, fünf manuelle Verstöße. Bei einem Energieversorger: Lighthouse 98 %, Axe null Probleme, sechs Verstöße.
Ein hoher Lighthouse-Score ist wie ein bestandener TÜV. Er sagt wenig darüber aus, ob die Website im Alltag nutzbar ist." Jacopo Deyla, Chief Accessibility Officer bei Accessiway
Welche Barrieren günstig sind und welche teuer werden
Die Verteilung der Prüfergebnisse lässt sich direkt in Aufwand übersetzen. Das ist die Information, die eine Preisspanne allein nicht gibt.
Günstig: einmal im Design-System korrigieren
Betroffen sind 24 von 37 Websites (Kontrast), 18 (Skiplinks), 16 (Fokus sichtbar) und 16 (Textgröße ändern). Diese Barrieren sitzen fast immer im Stylesheet, im Header oder im Vorlagen-Layout.
Kontrastwerte anheben
Skiplink ergänzen
Fokus-Indikator wieder sichtbar machen, statt ihn per outline:none zu entfernen
Layout so bauen, dass es bei 200 % Textgröße nicht bricht
Der Aufwand liegt bei überschaubaren Stunden pro Vorlage, und die Korrektur wirkt auf allen Seiten, die diese Vorlage nutzen.
Teuer: Komponenten neu bauen
Reflow (21 von 37 Websites) und Tastaturbedienbarkeit (15 von 37) sind die kostentreibenden Kriterien: Navigationen, Menüs, Modals, Filter, Karussells und Checkout-Schritte. Diese Elemente lassen sich nicht überschreiben, sie müssen mit korrekter Semantik, Fokusverwaltung und Tastatursteuerung neu entwickelt und danach erneut geprüft werden. Ein einzelnes komplexes Element kann mehr kosten als alle Kontrastkorrekturen einer Website zusammen.
Der Preis einer barrierefreien Website entscheidet sich nicht an der Seitenzahl, sondern daran, wie viele Komponenten neu gebaut werden müssen.
Vor dem Audit wissen Sie nicht, in welcher der beiden Kategorien Ihre Website liegt. Wie die Umsetzung danach abläuft, steht im Leitfaden Website barrierefrei machen.
Kosten für Audit, Umsetzung und Pflege
Audit: Ein vollständiges Audit nach WCAG 2.2 AA umfasst Tastatur- und Screenreader-Tests und einen nach Schweregrad priorisierten Maßnahmenkatalog (Preise siehe Tabelle oben). Das Re-Testing nach der Umsetzung ist ein eigener, oft vergessener Posten. Unser Barrierefreiheits-Audit kombiniert automatisierte und manuelle Prüfung.
Umsetzung: Der Aufwand verteilt sich auf Technik (Vorlagen, Navigation, Formulare, Komponenten, Kontraste, Fokusführung, Semantik), Inhalte (Alternativtexte, Überschriftenstruktur, verständliche Fehlermeldungen, Untertitel und Transkripte) und Dokumente. Jedes PDF muss getaggt, strukturiert und geprüft werden. Für diesen Teil gibt es eigene Lösungen, mit denen Sie barrierefreie PDFs erstellen und bestehende Dokumente nachrüsten können.
Laufende Kosten. Jedes Release kann neue Barrieren einführen. Wiederkehrend anfallen Nachprüfungen nach Updates, Reviews neuer Vorlagen vor dem Livegang, Schulungen und die Aktualisierung der Barrierefreiheitserklärung
Was Barrierefreiheit bei Accessiway kostet
Wir arbeiten mit Jahresverträgen, weil Barrierefreiheit eine dauerhafte Aufgabe ist. Die vollständige Übersicht steht auf der Preisseite.
Accessiway Widget
Der Preis richtet sich nach der Seitenzahl aus Schritt 1.
Indexierte Seiten | Preis |
unter 1.000 | 490 Euro pro Jahr |
unter 10.000 | 1.490 Euro pro Jahr |
unter 100.000 | 3.490 Euro pro Jahr |
darüber | individuell (Enterprise) |
Enthalten sind KI-gestützte Screenreader- und Tastaturnavigation, 52 Anpassungsoptionen für Nutzer:innen, tägliche Scans und laufendes Monitoring. Eine separate Einrichtungsgebühr fällt in den meisten Fällen nicht an, und für die Installation brauchen Sie in der Regel keine Entwickler:innen.
Wichtig und selten so deutlich gesagt: Ein Widget macht Ihre Website nicht konform. Es ist ein erster Schritt, der das Nutzungserlebnis verbessert und Monitoring liefert. Die Barrieren im Code bleiben. Wo die Grenze liegt, steht im Vergleich von Overlays und hybriden Lösungen.
Design-Pakete
Wenn Barrierefreiheit von Anfang an mitgebaut wird, entfällt der Nachrüstaufwand. Der Preis richtet sich nach Vorlagen, nicht nach Seiten: bis 15 Vorlagen 3.990 Euro pro Jahr, bis 35 Vorlagen 6.990 Euro pro Jahr, darüber individuell. Alle Varianten stehen auf der Seite zu den Design-Paketen.
Plattform: Bronze, Silver, Gold, Enterprise
Die Pakete der Plattform für digitale Barrierefreiheit werden individuell kalkuliert, weil sich der Aufwand aus drei Faktoren ergibt:
Seitenzahl aus dem Google-Index oder der Sitemap
Prüftiefe: Basis-Audit gegen umfassendes Expert:innen-Audit mit Re-Testing
Anzahl der Touchpoints: eine Website, oder Website plus App plus Kundenportal
Bronze deckt Plattformzugang, Barrierefreiheitserklärung und ein Basis-Audit ab. Silver ergänzt kontinuierliches Monitoring, Remediation-Anleitung, Badge und rechtliche Unterstützung. Gold fügt Re-Testing und eine dedizierte Expert:in hinzu.
In allen Paketen bekommt Ihr Team statt eines PDF-Berichts ein Live-Dashboard: Issues nach Schweregrad, WCAG-Kriterien zugeordnet, in einem Workflow von offen bis behoben. Entwickler:innen erhalten sie direkt in Jira, mit Ort, Kontext und Hinweisen zur Behebung.
BFSG und BaFG als Kostenfaktor
Das BFSG (Barrierefreiheitsstärkungsgesetz) setzt den European Accessibility Act in Deutschland um und verpflichtet Unternehmen, digitale Produkte und Dienstleistungen für Verbraucher:innen barrierefrei anzubieten. In Österreich gilt seit 28. Juni 2025 das BaFG (Barrierefreiheitsgesetz), für den deutschen öffentlichen Sektor die BITV 2.0. Technische Grundlage ist überall WCAG 2.2 auf Stufe AA, harmonisiert über EN 301 549.
Was Nichtumsetzung kostet
Deutschland: Bußgelder bis 100.000 Euro nach § 37 BFSG. Die Marktüberwachungsstelle der Länder (MLBF) in Magdeburg überwacht das BFSG seit September 2025 bundesweit, und dort sind bereits rund 700 Meldungen eingegangen, denen weiter nachgegangen wird.
Österreich: Verwaltungsstrafen abgestuft nach Unternehmensgröße, bis 80.000 Euro für Großunternehmen, bis 50.000 Euro für KMU und bis 25.000 Euro für Kleinstunternehmen. Zuständig ist die Landesstelle Oberösterreich des Sozialministeriumservice. Für erstmalige oder geringfügige Übertretungen gilt „Beraten vor Strafen".
Ausschreibungen: In vielen öffentlichen Vergabeverfahren ist Barrierefreiheit Voraussetzung.
Verlorene Umsätze. Der laufende Verlust wiegt in der Praxis meist schwerer als das Bußgeld. Was digitale Barrieren an Kund:innen und Umsatz kosten, haben wir in einer eigenen Studie untersucht. Im E-Commerce ist der Checkout der teuerste Punkt zum Scheitern, weil dort Umsatz und gesetzliche Pflicht zusammenkommen.
Gibt es Förderungen für barrierefreie Websites?
Zuerst die Abgrenzung, weil sie über die Antragstellung entscheidet: Die Mikroförderung der Aktion Mensch von bis zu 5.000 Euro richtet sich an freie gemeinnützige Organisationen, also Vereine, Stiftungen, gemeinnützige GmbHs, Kirchen und Genossenschaften. Kommerzielle Anbieter sind in den Förderrichtlinien ausdrücklich ausgenommen.
Für gewinnorientierte Unternehmen greifen diese Programme:
Deutschland
BAFA-Beratungsförderung: bundesweit, führt Barrierefreiheit ausdrücklich als förderfähiges Thema, 50 % Zuschuss in den alten und 80 % in den neuen Bundesländern, maximal 2.800 Euro pro Beratung, verfügbar bis Ende 2026.
Digitalbonus Bayern: Standard bis 7.500 Euro und Plus bis 30.000 Euro, jeweils 50 % der förderfähigen Ausgaben. Weitere Landesprogramme mit abweichenden Bedingungen, unter anderem NRW.Innovationspartner.
Österreich
KMU.DIGITAL: seit Januar 2026 mit neuem Budget, deckt ausdrücklich die Umsetzung des BaFG-Standards ab. Modul A (Beratung) 80 % bis 3.000 Euro, Modul B (Umsetzung) 30 % bis 6.000 Euro.
aws Digitalisierung: für größere Vorhaben bis 50.000 Euro.
Beratungsförderungen greifen genau bei dem Posten, den Sie zuerst brauchen, nämlich beim Audit.
Gesamtkosten über drei Jahre
Veröffentlichte Preise beziehen sich fast überall auf das Audit. Der Unterschied zwischen zwei Ansätzen zeigt sich erst über mehrere Jahre.
Periodisches Audit: Audit im Jahr 1, Umsetzung, dann Stille. Im Jahr 2 laufen Releases, neue Landingpages und Plugin-Updates weiter, ohne dass jemand prüft. Im Jahr 3 folgt das nächste Audit, das einen Teil derselben Barrieren erneut findet. Ein Teil der Umsetzungskosten fällt zweimal an.
Kontinuierliche Steuerung: Das Audit ist der Startpunkt, nicht das Produkt. Monitoring erkennt Regressionen, wenn sie entstehen, und Issues landen im Workflow der Entwicklungsteams statt in einer Tabelle. Die Kosten sind planbar.
Edenred hat den zweiten Weg gewählt. Auf einem aktiv betreuten Webportal stieg die Konformität von 79 % auf 90 %, und 16 zentrale Touchpoints stehen seither in laufender Prüfung. Ausschlaggebend war die Einbindung in die wöchentlichen Design- und Entwicklungsprozesse: Wird in der Staging-Umgebung eine kritische Barriere gefunden, wird der Release blockiert, bis sie behoben ist.
Am deutlichsten zeigt sich der Kostenunterschied im Nutzertest. Bei der neuen Edenred App, in der Barrierefreiheit ab der Designphase mitgedacht wurde, lag die Aufgabenabschlussrate bei 80 %. Im Legacy-Portal, in dem Barrierefreiheit reaktiv nachgezogen wurde, bei 56 %.
Dieselbe Organisation, dieselben Expert:innen, zwei Produkte: 80 % Aufgabenabschlussrate bei früher Einbindung, 56 % bei nachträglicher Korrektur.
Agentur, Freelancer oder Inhouse
Modell | Wann es sich rechnet | Wo die Kosten liegen |
Agentur oder Spezialdienstleister | Mittlere und große Projekte, bei denen Audit, Umsetzung, Nachtest, Dokumentation und Schulung zusammengeführt werden müssen. | Höhere Tagessätze, dafür belastbare Schätzungen und durchgehende Verantwortung |
Freelancer:innen | Klar abgegrenzte Aufgaben: ein Audit, eine Schulung, ein Dokumentenbestand. | Günstiger pro Aufgabe, Koordination übernehmen Sie selbst |
Inhouse | Eigenes Entwicklungsteam und viele digitale Produkte | Schulung, externes Audit und punktuelle Beratung, etwa über die Accessiway Academy |
Worauf Sie unabhängig vom Modell achten sollten: mehrjährige Praxiserfahrung statt reiner Richtlinienkenntnis, IAAP-Zertifizierungen wie CPACC und WAS (WAS setzt drei Jahre Berufserfahrung voraus), Tests mit Menschen mit Behinderungen statt nur Tool-Ergebnissen, und ein inklusives Re-Testing. Wir sind IAAP-Mitglied und arbeiten mit zertifizierten Expert:innen.
Häufige Fragen zu Kosten und Aufwand für barrierefreie Websites
Was kostet ein Barrierefreiheits-Audit?
Eine orientierende Erstanalyse kostet etwa 600 bis 1.200 Euro. Ein vollständiges Audit mit Bericht liegt bei 2.500 bis 5.000 Euro für eine einfache Website und bei 5.000 bis 10.000 Euro für Shops und Portale, je nach Anzahl geprüfter Seitentypen, Prüftiefe und ob ein Re-Testing enthalten ist.
Was kostet die Umstellung einer bestehenden Website auf Barrierefreiheit?
Bei sauber strukturiertem, modernem Code und wenigen Vorlagen bleibt die Nachrüstung häufig im niedrigen bis mittleren vierstelligen Bereich. Sind Navigation, Filter oder Checkout nicht tastaturbedienbar, müssen Komponenten neu gebaut werden, und der Aufwand steigt deutlich. Bei sehr altem oder stark individualisiertem Code ist ein Relaunch oft wirtschaftlicher als eine umfangreiche Sanierung.
Welche WCAG-Stufe beeinflusst den Preis am stärksten?
Der Schritt von einer nicht geplanten Website auf Stufe A, weil hier Struktur, Tastaturbedienbarkeit und Alternativtexte erstmals angelegt werden. Der Weg von A auf AA ergänzt strengere Kontrastwerte, verständliche Fehlermeldungen und klare Fokusgestaltung und ist deutlich weniger aufwendig. AAA lohnt sich gezielt für kritische Anwendungen, flächendeckend selten.
Welche laufenden Kosten entstehen im Betrieb?
Nachprüfungen nach Updates, Reviews neuer Vorlagen, Stichproben bei neuen Inhalten, Schulungen und die Aktualisierung der Barrierefreiheitserklärung. Viele Unternehmen budgetieren dafür ein Jahreskontingent im vierstelligen Bereich. Kontinuierliches Monitoring ist meist günstiger als ein erneutes Vollaudit.
Welche Zusatzkosten entstehen für Inhalte und Dokumente?
Alternativtexte, Überschriftenstruktur, verständliche Fehlermeldungen, Untertitel und Transkripte. Der größte Einzelposten sind meist PDF-Dokumente, üblicherweise im unteren bis mittleren dreistelligen Bereich pro Dokument. Bei mehreren hundert Altdokumenten übersteigt dieser Posten schnell die Kosten der technischen Anpassungen.
Wie lange dauert die Umsetzung?
Kleine Projekte sind in wenigen Wochen umsetzbar, mittlere und große Webauftritte brauchen mehrere Monate, besonders wenn viele Inhalte überarbeitet werden. Ein realistischer Zeitplan senkt die Kosten, weil Arbeiten gebündelt werden können. Enge Fristen erhöhen sie, weil mehr Personen parallel arbeiten müssen.
Was ist günstiger, Vorlagen oder individuelle Entwicklung?
Ein gepflegtes, barrierearm gebautes Template ist der günstigere Einstieg, weil Korrekturen sich über alle Seiten mit dieser Vorlage vererben. Viele Standard-Themes erfüllen WCAG 2.2 AA aber nur teilweise. Bei markenspezifischen Anforderungen bestimmt die Anzahl individueller Komponenten den Preis.
Der nächste Schritt
Der kostenlose Scan aus Schritt 4 ist der schnellste Einstieg. Welche der gefundenen Barrieren in die günstige und welche in die teure Kategorie fällt, klärt ein Gespräch über Ihre Touchpoints am schnellsten. Bei Accessiway wird Barrierefreiheit kontinuierlich verwaltet, statt alle zwei Jahre neu geprüft.
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Redaktion
Wie Sie Ihre Website auf Barrierefreiheit testen
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Redaktion
Wie Sie Ihre Website barrierefrei machen: Die Schritt-für-Schritt-Anleitung
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Warum scheitern Overlays am BFSG, BaFG und BehiG? Wir vergleichen beide Ansätze und zeigen auf, warum nur eine hybride Barrierefreiheitslösung dokumentierte und fortlaufende Konformität im DACH-Raum liefert.
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